ÖVP-Postenschacher bei den Geheimdiensten?

Bundesheergewerkschaft fordert Ablöse von Generalsekretär Kandlhofer!

Wien (OTS) - Nachrichtendienstliche Aufklärung und Abwehrdienst des Bundesheeres leisten eine großartige Arbeit für unser Land und zum Schutz der Bevölkerung. Sie arbeiten oftmals unter sehr schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Daher bekommen sie für diese wertvolle Arbeit auch spezielle Zulagen zu ihrem Beamtengehalt. Exakt diese Zulagen sollen nun nach einer Neugestaltung für die Dienste des Innenministeriums und des Verteidigungsministeriums/BMLV ab Juli 2021 angepasst werden. Zu diesem Zweck hatte das zuständige Beamtenministerium/BMKÖS Übergangsregelungen für alle bisherigen Bediensteten dieser Spezialeinheiten angeboten. Lediglich jene ab dem Juli 2021 neu eingestellten Mitarbeiter sollten sofort nach der neuen Regelung verwaltet werden.

Das BMLV wurde also aufgefordert, die entsprechenden Daten dieser neuen Mitarbeiter vorzulegen. Seitens der Militärverwaltung wäre man dieser Aufforderung auch nachgekommen, wenn sich nicht Generalsekretär Kandlhofer persönlich eingemischt hätte. Er untersagte mittels schriftlicher Weisung die Vorlage einer solchen Aufstellung an das BMKÖS. Trotz der Warnung zahlreicher leitender Beamter, die sich dankenswerterweise für eine sinnvolle Übergangslösung eingesetzt hatten, ist Kandlhofer stur geblieben und hat damit eine finanzielle Schlechterstellung bei den Angehörigen des Nachrichten- und Abwehrdienstes verursacht.

„Das riecht mir sehr nach ÖVP-Postenschacher, wenn man wegen ein paar Wenigen alle anderen skrupellos benachteiligt. Man dürfte bei den Besetzungen der Dienste ab Juli etwas zu verbergen haben“, so Manfred Haidinger, der Präsident der Bundesheergewerkschaft. Tatsächlich ist es kaum verständlich, weshalb der Generalsekretär zum Nachteil seiner Bediensteten agiert und damit allen Grundsätzen einer fürsorglichen und gedeihlichen Unternehmensführung widerspricht.

Die Bundesheergewerkschaft fordert daher die Verteidigungsministerin auf, mit dem BMKÖS persönlich in Verhandlung über eine für die Bediensteten vorteilhafte Regelung einzutreten und damit die wertvolle Arbeit der Dienste vor weiterem Schaden zu bewahren. „Und die Frau Bundesministerin möge auch schauen, ob es nicht sinnvoll wäre, Kandlhofer den Weg in die Privatwirtschaft zu ermöglichen, damit er seinem Vorbild Sebastian Kurz nachfolgen kann“, so Haidinger abschließend.

 

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