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BHG: Einsatz unter Lebensgefahr

Bundesheergewerkschaft fordert zumindest 1,5-fachen Gehalt

 

Wien (OTS) - Der Soldat gelobt, sein Vaterland mit der Waffe zu verteidigen. Er riskiert damit sein Leben für einen höheren Zweck, nämlich den Erhalt der Republik Österreich und zum Schutz von dessen Bevölkerung. Dies betrifft nicht nur die Soldaten an sich, sondern alle in militärischen Diensten stehenden Personen, also auch Zivilbedienstete. Daher spricht das Völkerrecht diese Personen als Kombattanten an. Kombattanten unterliegen somit in jedem Land der „erhöhten Gefahrtragungspflicht“. Sie haben also die Pflicht, die Lebensgefahr zu tragen, die mit einem militärischen Einsatz und der Vorbereitung hierzu immer einhergeht.

 

Angesichts des Krieges in der Ukraine ist dies auch in Europa wieder sehr deutlich geworden. Durch die allgemeine Mobilmachung wurden alle Männer zwischen 18 und 60 Lebensjahren dieser Gefahrtragungspflicht per Dekret unterworfen, was dies für jeden einzelnen Kämpfer bedeutet sehen wir täglich in den Nachrichten.

 

Jetzt wird auch überall in Europa an der Ausrüstungsschraube gedreht und die Streitkräfte erhalten mehr Mittel, um eben in einem Krieg erfolgreich bestehen zu können. So sollen nunmehr auch dem Bundesheer plötzlich größere finanzielle Mittel, BM Tanner spricht jüngst sogar von 10 Milliarden, die schön wären, zugestanden werden. Die Bundesheergewerkschaft begrüßt und unterstützt dieses Ansinnen.

Allerdings darf dabei nicht auf die Menschen vergessen werden. „Kombattanten sind einem wesentlich höheren Risiko ausgesetzt als alle anderen Bürger und damit auch als alle anderen ‚Angestellten’ im Öffentlichen Dienst. Diese erhöhte Gefahrtragungspflicht, die unseren Soldaten und den Zivilbediensteten beim Österreichischen Bundesheer auferlegt ist, rechtfertigt damit auch eine massiv bessere Entlohnung“, so Manfred Haidinger, der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

 

In den westlichen Armeen werden die Kombattanten, gleich ob Frauen oder Männer, in der Regel besser entlohnt als die übrigen Staatsbediensteten und mit bestimmten Privilegien ausgestattet. In Österreich hingegen ist die Entlohnung aller Staatsangestellten nahezu gleich angesetzt; bessere Entlohnung oder andere Privilegien gibt es für die Kombattanten keine mehr. „Die Bundesheergewerkschaft fordert daher die Anhebung des Gehalts der Bundesheerbediensteten, gleich welchen Geschlechtes, um das zumindest 1,5-fache des Grundbezuges sowie ein eigenes Pensionsrecht mit einer abschlagsfreien Pension ab dem 55. Lebensjahr“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

 

Foto: www.bundesheer -  SIMADER