Freie Gewerkschaft Österreichs

BundesheerGewerkschaft

Foto: Bundesheer Peter Berger
Foto: Bundesheer Peter Berger

Klimaticket fürs Militär!

Bundesheergewerkschaft fordert Öffi-Freifahrt für Soldaten in Uniform

Wien (OTS) - Nun ist es endlich soweit! Das Klimaticket wird eingeführt. Die Bundesheergewerkschaft begrüßt diesen Schritt und verleiht ihrer langjährigen Forderung Nachdruck, Soldaten in Uniform auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die durch das Klimaticket erfasst sind, die freie Fahrt zu ermöglichen.

 

„Seit dem 1. Jänner 2020 gilt diese Freifahrtregelung für alle Angehörigen der Deutschen Bundeswehr in ganz Deutschland. Und diese Maßnahme hat sich dort sehr gut bewährt. Wir sollten es den Deutschen gleichtun“, so Manfred Haidinger der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

 

Mit dieser Maßnahme werde nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch das Sicherheitsgefühl in den öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhe sich dadurch, wie die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer feststellt: „Als Staatsbürger in Uniform sind unsere Frauen und Männer ‚Botschafter‘ der Bundeswehr und erhöhen zudem das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in den Zügen. Schon mehrfach leisteten Soldaten während ihrer Reise Hilfe und unterstützten in brenzligen Situationen.“ Abgerechnet werden diese Gratistickets direkt zwischen dem Verkehrsverbund und dem Verteidigungsministerium, was auch eine erhebliche Verwaltungsvereinfachung bedeutet, da viele Formulare und Abrechnungsvorgänge dadurch wegfallen.

 

„Mit der Einführung des Klimatickets, könnte auch dieser wichtige Schritt sofort und ohne großen Aufwand mitvollzogen werden. Das Gratis-Ticket für Soldaten in Uniform bringt für alle Beteiligten eine Win-win-Situation“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

 

Rückfragen & Kontakt:

Bundesheergewerkschaft
Manfred HAIDINGER, Präsident
Florianigasse 16/8, 1080 Wien
mail to: office@bundesheergewerkschaft.at
phone: +43 660 622 0000

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Mitgliederbroschüre FGÖ/BHG
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Die aktuelle Reform braucht einen Sozialplan durch die Personalvertretung: 113 h des Gehaltsgesetzes und ein Vorruhestandsmodell durch den Gesetzgeber


Bundesheergewerkschaft: Sozialplan für die Bundesheerreform ist Gebot der Stunde!Haidinger: Anpassung und Anwendung des § 113h Gehaltsgesetz und Schaffung eines Vorruhestandsmodells (analog Chance 55) als Bedingung zur erfolgreichen Umsetzung dieser Reform
 
Wien (OTS) - Die Reform des Verteidigungsministeriums soll mit 1. Juli 2021 beginnen und dabei das Ressort gänzlich umgebaut werden. Ähnlich den Strukturen im Innenministerium, sollen auch in der Landesverteidigung Direktionen das zukünftige Bild prägen. Aus gewerkschaftlicher Sicht bedeutet dies jedoch, bei allem Verständnis für angedachte Verbesserungen, dass möglicherweise Schlechterstellungen oder sogar Kündigungen für die Bediensteten ins Haus stehen.
 
„Während der FCG-Kollege im vorauseilenden Gehorsam für die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst/GÖD die Reform bejubelt, und meint, dass der Dienstgeber eine Organisationsänderung vorgelegt habe, die jedenfalls äußerst beachtenswert sei und eine organisatorische Verbesserung darstelle, vergisst er, dass er als Gewerkschafter eigentlich im Boot der Arbeitnehmer sitzen und nicht wie eine ‚Gelbe Gewerkschaft‘ mit dem Arbeitgeber - gemeinsame Presseaussendungen - paktieren sollte“, so Amtsdirektor Manfred Haidinger, Präsident der
Bundesheergewerkschaft (FGÖ/BHG). Tatsächlich spricht die GÖD in einer Presseaussendung von den Reformvorhaben, dass sie „wesentlichen Forderungen der Dienstnehmervertretung entsprechen“ würden.
 
Offensichtlich macht sich auch der Herr Bundespräsident Sorgen über diese Reform des Verteidigungsressorts, da er die begleitende Projektevaluierung vor der endgültigen Umsetzung der Neuorganisation als wichtig erachtet. „Die Bundesheergewerkschaft wird daher an dieser Evaluierung konstruktiv mitarbeiten und dem Herrn Bundespräsidenten auch darüber berichten“, so Haidinger, der damit den Anweisungen des Oberbefehlshabers des Bundesheeres Folge leistet.
 
„Wir, von der echten Bundesheergewerkschaft, betrachten diese Reform aus der Sicht der Bediensteten und im Interesse der
Arbeitnehmer und kommen nach Analyse und Beurteilung zu folgendem Schluss:
 
Es bedarf bei dieser Reform jedenfalls einer gesetzlichen Regelung sowie einer Anpassung des Gehaltsgesetzes und es braucht einen Sozialplan für die betroffenen Bediensteten, der mit der Personalvertretung auch im Einvernehmen ausverhandelt wurde.
 
Unsere Bediensteten haben sich eine faire Behandlung verdient“, so Haidinger weiter. Das bedeutet im Detail:
 
Seitens des Gesetzgebers braucht es für diese Reform des BMLV
  • die Anpassung und Anwendung des §113h im Gehaltsgesetz
  • ein Vorruhestandsmodell analog der ehemaligen „Chance 55“
Mit der Personalvertretung wäre ein entsprechender Sozialplan bezüglich der Abfederung von Härten bei der Besetzung und Besoldung und bei der örtlichen Zuordnung der Arbeitsplätze zu vereinbaren. Dabei wäre auch das Instrument der Telearbeit zu verstärken. Es darf zu keinen neuen, über dem Stand geführten Bediensteten auf den sogenannten 900er Arbeitsplätzen kommen; bestehende Organisationspläne sind so lange aufrecht zu erhalten, bis der letzte Bedienstete versetzt worden ist.
 
Hinsichtlich der Personaleinsatzpläne werden wir zum Schutze aller Bediensteten darauf achten, dass die gesetzlichen Grundlagen und insbesondere die Judikatur zur Arbeitsplatzidentität penibel genau eingehalten werden. Natürlich wird die FGÖ-Bundesheergewerkschaft auch ihren Mitgliedern durch entsprechende rechtliche Vertretung beistehen.

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